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Casa Trauner

Geschichte
Piazza Trauner und Via delle Mura - Historisches

Im Bereich der Stadt, in dem die Casa Trauner liegt, befand sich im XVI. Jahrhundert das erste Ghetto Triests. Im Mittelalter lag dieses direkt im Innern der Verteidigungsmauern aus dem 14. Jh., die vermutlich unterhalb der Gebäude entlang Via delle Mura verliefen.

Die Bebauung auf den mittelalterlichen Schichten unter vollkommener Raumausnutzung ist auch heute noch zum größten Teil bis zur jüngsten Renovierung des gesamten Viertels erhalten geblieben. Mit einer Höhenlage von circa 5 m über dem Meeresspiegel entspricht das Gebiet einem der lebendigsten Bereiche der antiken Stadt. Die jüngsten Spuren dieses Stadtsegments gehen auf den Beginn des 20. Jh. zurück, wobei es über historische Stadtkarten möglich gewesen ist, das sekundäre Straßensystem, das mindestens auf das XVIII. Jh. zurückgeht, wiederzuentdecken.

Piazzetta Trauner (Trauner ist der Name einer Patrizierfamilie aus dem Jahr 1470) oder Piazzetta del Ghetto Vecchio wurde 1555 der erste Wohnsitz der Juden, als Papst Paul IV. die Errichtung von Ghettos anordnete; die Pfeiler an ihrem Rand sind die Überreste der alten Ghettogrenzen.

In diesem mit acht Häusern eingefassten Hof befanden sich sehr alte Gebäude, darunter das Haus mit dem venezianischen zweibogigen Fenster, von dem angenommen wird, dass es sich dabei um die alte Synagoge handelt, deren Spuren verloren gegangen sind.

Trotz der Tatsache, dass das Ghetto im Jahr 1696 in ein anderes Viertel verlegt wurde, war dieser Bereich zu Beginn des 20. Jh. noch immer ein besonders lebhaftes Zentrum, ähnlich einem venezianischen Campiello (kleiner Platz). Kinder spielten zwischen der Wäsche, die zwischen den Häusern aufgehängt wurde. An Sommerabenden setzten sich die Frauen in den Schatten der Häuser und an Festtagen trafen sich die Anwohner, um lautstark Tombola oder Würfel zu spielen.

Wir sprechen über eine gesamte Zone, die der Altstadt, die aus antiken Gassen besteht, die bereits im Namen die antike städtische Gestalt beinhalten: Via delle Mura (Mauerstraße), Via dei Capitelli (Kapitellstraße), deren Name einer ehemaligen Prozession zur Kathedrale mit Heiligenbildern in den Nischen auf der Rückseite der Mauern hin zu Piazza Cavana entlehnt ist; die Androna degli Orti, die den Eingang von den Feldern jenseits des übriggebliebenen Portico (Tor), das auf einer restaurierten mittelalterlichen Basis errichtet ist, bildet; und weiter unten die sog. Via "Sporcavilla" (schmutzige Villa), die ihren Namen der Ansammlung von Erde und Steinen, die Regenwasser von den Hängen des Colle S. Giusto herunterspülte, zu verdanken hat. All diese Gassen münden in einen Hof mit Via della Corte und Androna della Corte. Und so gelangen wir zu Piazzetta Trauner.

Trieste città vecchia
Trieste ghetto